Immobilien als Inflationsschutz – Mythos oder Realität?

Die Frage, ob Immobilien als Inflationsschutz dienen, beschäftigt Anleger und Eigenheimbesitzer gleichermaßen. Während die einen Immobilien als sicheren Hafen vor der Geldentwertung betrachten, zweifeln andere an dieser vermeintlichen Gewissheit. Als erfahrene Immobilienmakler in Remscheid, Leverkusen und Umgebung erleben wir bei Böhl Immobilien täglich, wie wichtig fundierte Informationen für diese Entscheidung sind.

Was für die Immobilie als Sachwert spricht

Der große Vorteil von Immobilien liegt darin, dass sie greifbar sind und nicht einfach gedruckt werden können. Wenn alles teurer wird, wirkt sich das auch positiv auf den Wert Ihrer Immobilie aus.

Hier sind die wichtigsten Gründe, die für Immobilien sprechen:

  • Sachwertcharakter: Im Gegensatz zu Geldanlagen repräsentieren Immobilien reale Werte. Grund und Boden sowie Gebäude behalten ihre Substanz auch bei Inflation.
  • Der Boden wird wertvoller: Land ist begrenzt. Wenn die Preise allgemein steigen, steigt auch der Wert des Grundstücks, auf dem Ihr Haus steht. Das schützt den Kernwert Ihrer Investition.
  • Mieteinnahmen wachsen mit: Wenn Sie vermieten, können Sie die Miete in der Regel anpassen. Das bedeutet: Wenn die Inflation Ihr Geld entwertet, steigen Ihre Einnahmen. Dieser Effekt gleicht den Verlust aus.
  • Schulden schrumpfen real: Wenn Sie einen Kredit aufgenommen haben, bleibt die Kreditsumme gleich. Durch die Inflation wird aber das Geld, das Sie zurückzahlen, im Laufe der Zeit "weniger wert". Sie bezahlen die Schuld also mit entwertetem Geld zurück.

Wann der Schutz an Grenzen stößt

Die Schutzfunktion einer Immobilie ist nicht ohne Voraussetzungen. Sie funktioniert nur, wenn die Finanzierung gesichert ist und die Lage überzeugt.

Ein großes Problem sind die Bauzinsen. Steigen die Zinsen (was bei hoher Inflation oft passiert), wird das Kaufen teurer. Wenn Interessenten höhere Kreditraten zahlen müssen, können sie weniger für das Haus selbst bieten. Das kann die Preise drücken und den vermeintlichen Schutz vor Wertverlust kurzzeitig außer Kraft setzen.

Zudem dürfen die Betriebskosten nicht vernachlässigt werden. Die Inflation betrifft nämlich nicht nur die Einnahmenseite, sondern erhöht auch die Ausgaben für:

  • Energie und Heizung
  • Notwendige Instandhaltungen und Reparaturen
  • Verwaltung und Bewirtschaftung

Steigen diese Kosten stark an, kann die Nettorendite deutlich sinken. Ebenso wichtig ist die Zukunftsfähigkeit der Immobilie. Objekte mit schlechter Energiebilanz oder in strukturschwachen Regionen sind anfällig für Wertverluste, da hohe Betriebskosten oder fehlende Attraktivität die Nachfrage senken. Die Inflation allein schützt nicht vor diesen strukturellen Risiken.

Fazit: Eine Frage der Strategie

Immobilien sind als Inflationsschutz kein Selbstläufer. Sie sind jedoch ein sehr starkes Langzeit-Werkzeug, um Ihr Vermögen vor Inflation zu schützen.

Der Schlüssel liegt in der richtigen Strategie:

  1. Lage, Lage, Lage: Kaufen Sie dort, wo Menschen auch in Zukunft wohnen und arbeiten wollen.
  2. Zustand prüfen: Achten Sie auf eine gute Bausubstanz und Energieeffizienz, um hohe Folgekosten zu vermeiden.
  3. Langfristig denken: Immobilien sind nichts für schnelle Gewinne. Planen Sie deshalb eine Haltedauer von mindestens 10 bis 15 Jahren ein.

Die Wertentwicklung hängt maßgeblich von den spezifischen Gegebenheiten vor Ort ab. Diese überlagern oft allgemeine Markttrends. Wir von Böhl Immobilien unterstützen Sie mit unserer umfassenden lokalen Marktkenntnis dabei, die Immobilie zu finden, die optimal zu Ihrer langfristigen Vermögensstrategie passt und zur Stabilisierung Ihres Vermögens in unserer Region beiträgt.

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