Remscheid – als Teil des Bergischen Landes – ist mit rund 112.000 Einwohnern eine mittelgroße Stadt, die sich in den letzten Jahren als vergleichsweise erschwinglicher Immobilienstandort im Umland der Rhein-Ruhr-Region positioniert hat. Historisch bekannt für Werkzeugindustrie und Unternehmen wie die Vaillant Group (Heiztechnik, Hauptsitz in Remscheid), bietet die Stadt einerseits industrielle Tradition, andererseits aufgrund moderater Preise interessante Renditechancen für Immobilieninvestoren. Nachfolgend analysieren wir den Immobilienmarkt Remscheid im Detail, inklusive Preisentwicklung, Mietrenditen sowie wirtschaftlichen Kennzahlen.
Der Immobilienmarkt in Remscheid zeigt sich 2026 deutlich stabiler und startet mit vorsichtigem Optimismus ins neue Jahr. Trotz der kalten Jahreszeit ist eine steigende Nachfrage nach Immobilien in Remscheid erkennbar. Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser rücken wieder stärker in den Fokus von Eigennutzern und Kapitalanlegern. Viele Kaufinteressenten nutzen die aktuell bessere Planbarkeit, um langfristige Entscheidungen zu treffen.
Ein wesentlicher Treiber ist die Entspannung auf dem Finanzierungsmarkt. Immobilienfinanzierungen mit zehnjähriger Zinsbindung liegen 2026 im Bereich von rund 3,1 % bis 3,6 %. Banken zeigen sich wieder deutlich gesprächsbereiter, wodurch der Immobilienkauf in Remscheid wieder realistisch kalkulierbar wird. Parallel dazu steigt die Nachfrage nach Baugrundstücken sowie nach Bestandsimmobilien mit Sanierungs- oder Entwicklungspotenzial.
Die wirtschaftliche Lage in Remscheid wirkt zusätzlich stabilisierend. Branchen wie Werkzeug- und Maschinenbau, Scherenindustrie sowie Automotive-Zulieferer sind international wieder stärker gefragt. Sichere Arbeitsplätze und stabile Einkommen stärken das Vertrauen vieler Haushalte und schaffen eine verlässliche Grundlage für zukunftsorientierte Immobilienentscheidungen.
Branchenstimmen aus dem Umfeld von IVD und IHK sprechen 2026 von einer Phase der Marktberuhigung mit neuen Chancen für Käufer und Verkäufer. Böhl Immobilien ist dein erfahrener Immobilienmakler in Remscheid und begleitet dich kompetent beim Kauf, Verkauf oder bei der Bewertung von Immobilien. Für eine persönliche Beratung können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen!
Der Immobilienmarkt in Remscheid zeigte zuletzt eine positive Entwicklung. Nach einer leichten Delle im Zuge der deutschlandweiten Immobilienkorrektur 2022/2023 sind die Kaufpreise wieder im Aufwind. Aktuellen Daten zufolge liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in Remscheid bei etwa 2.203 €. Damit stiegen die Wohnungspreise gegenüber dem Vorjahr um ca. +0,5 %, nachdem sie 2024 einen kräftigen Sprung von rund +11,9 % gemacht hatten. Auch bei Häusern setzt sich der Aufwärtstrend fort: Ein Einfamilienhaus kostet aktuell im Schnitt etwa 2.597 € pro m², was einem Anstieg von +4,9 % im Vergleich zu 2024 entspricht. Zum Vergleich: 2023 lagen die Hauspreise temporär niedriger (ca. 2.381 €/m²), so dass 2024/25 eine Erholung einsetzte. Insgesamt haben Wohnimmobilien in Remscheid über 5 Jahre rund +22 % an Wert zugelegt – ein beachtliches Wachstum, das die Attraktivität des Standorts unterstreicht.
Die lokale Gutachterausschuss-Stelle bestätigte diesen Trend: Im Jahr 2024 zog der Markt deutlich an, mit etwa 947 Immobilien-Kaufabschlüssen (nach vorherigem Rückgang) und insgesamt positiver Preisentwicklung. Die Nachfrage konzentrierte sich vor allem auf Eigentumswohnungen (stabile Preise) und Einfamilienhäuser (dort gab es allerdings einen Preisrückgang von ∼10 % im Schnitt in 2024). Im Neubausegment wurden in Remscheid ähnlich wie in der Region teils steigende Preise registriert – begründet durch Angebotsknappheit und hohe Baukosten. Experten vor Ort beobachten weiterhin eine strukturelle Angebotsknappheit, da die Neubautätigkeit gedämpft ist und viele Käufer mangels Alternativen auf Bestandsobjekte ausweichen. Entsprechend herrscht in Remscheid ein anhaltender Verkäufermarkt, wo hochwertige Objekte in guten Lagen rasch Abnehmer finden.
Auch im Jahr 2025 setzt sich der moderate Aufwärtstrend fort. Aktuelle Quartalsberichte zeigen z.B., dass die Hauspreise in Q3 2025 gegenüber dem Vorjahr um etwa +3,7 % gestiegen sind. Prognosen lokaler Immobilienexperten gehen davon aus, dass Remscheid mittelfristig weitere Preissteigerungen von etwa 2–4 % pro Jahr verzeichnen könnte. Diese Einschätzung stützt sich auf das weiterhin günstige Preisniveau Remscheids im Vergleich zu umliegenden Großstädten (Köln, Düsseldorf) sowie die stabile Nachfrage, während das Angebot knapp bleibt. Lediglich bei deutlich steigenden Zinsen oder einer konjunkturellen Eintrübung könnte dieser positive Trend gebremst werden. Für Eigentümer in Remscheid bedeutet dies eine fortwährende Wertsteigerung des Immobilienvermögens – trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten der letzten Jahre.
Zur Einordnung: Remscheid ist im Umland preislich günstiger als etwa Solingen oder Leverkusen. Im Durchschnitt liegen die Kaufpreise unter 2.300 €/m² und damit deutlich unter den Preisen in Köln/Düsseldorf, was Remscheid vor allem für Käufer attraktiv macht, die im Großraum Rhein-Ruhr eine bezahlbare Alternative suchen. So kostet ein Wohnquadratmeter in Remscheid beispielsweise rund 20 % weniger als im benachbarten Solingen (Ø ~2.713 €/m²) und etwa 30 % weniger als in Leverkusen (Ø ~3.083 €/m²). Diese Wettbewerbsvorteile im Preis sprechen für weiteres Aufholpotenzial.
Neben Kaufpreisen sind für Immobilien-Eigentümer besonders die Mietpreise und damit einhergehend die Renditechancen relevant. Remscheid weist im Vergleich zu vielen Ballungszentren relativ moderate Mietpreise auf – was jedoch in Relation zu den niedrigen Kaufpreisen solide Mietrenditen ermöglicht.
Aktuellen Erhebungen zufolge liegt der durchschnittliche Mietpreis für Wohnungen in Remscheid bei ca. 8,8 € pro m². Für Häuser zur Miete werden im Schnitt rund 10,98 € pro m² erzielt. Diese Werte haben sich zuletzt kaum verändert (+0 % bis -0,1 % im Jahresvergleich) und spiegeln eine weitgehend stabile Mietentwicklung wider. Zum Vergleich: Im benachbarten Wuppertal zahlt man etwa 12,1 €/m², in Solingen ca. 10–11 €/m² für Wohnungen – Remscheid ist also im regionalen Umfeld am günstigsten bei Mieten.
Die Brutto-Mietrendite für Investoren ergibt sich aus dem Verhältnis von Jahresnettomiete zu Kaufpreis. Dank der günstigen Kaufpreise um ~2.200 €/m² und Mieten um ~8,8 €/m² lässt sich in Remscheid eine vergleichsweise hohe Rendite erzielen. Beispielsweise entspricht eine typische Wohnung (8,8 € * 12 Monate = ~105 € Jahresmiete pro m²) bei Kaufpreisen ~2.200 € pro m² einer Bruttorendite von etwa 4,8–5 %. Ähnlich bei Einfamilienhäusern: ~11 € Mietpreis vs. ~2.600 € Kaufpreis je m² ergeben ~5 % Rendite. Solche Größenordnungen von 5 Prozent Mietrendite sind im bundesweiten Vergleich attraktiv, insbesondere gegenüber Top-Städten wie Düsseldorf oder Köln, wo Renditen häufig nur 2–3 % betragen.
Für private Vermieter in Remscheid bedeuten diese Kennzahlen, dass sich Immobilien als Kapitalanlage lohnen können. Die Mietnachfrage in Remscheid ist vor allem bei günstigem Wohnraum hoch – preiswerte Mietwohnungen (unter 7 €/m²) sind stark nachgefragt, wogegen im höherpreisigen Segment das Angebot begrenzt ist. In beliebten Lagen Remscheids (z.B. Lennep oder Lüttringhausen) werden Mietpreise um 9–10 €/m² aufgerufen, während einfache Lagen noch günstiger sind (teils ~6–7 €/m²). Vermieter können bei Neuvermietung moderate Mietanpassungen vornehmen, da Remscheid nicht unter die strenge Mietpreisbremse fällt – dennoch ist das Mietniveau durch die Kaufkraft der Bevölkerung begrenzt.
Zusammenfassend bietet Remscheid renditestarke Investitionschancen: Niedrige Einstiegspreise erleichtern den Immobilienerwerb, während solide Mieten für kontinuierliche Einnahmen sorgen. Gerade für Anleger, die in der Rhein-Ruhr-Region eine günstige Rendite-Alternative suchen, ist Remscheid interessant. Selbst in Szenarien stagnierender Mieten bleiben die Renditen robust, solange Kaufpreise auf moderatem Niveau verharren.
Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten einer Stadt beeinflussen maßgeblich den Immobilienmarkt. In Remscheid sind die Kaufkraft der Einwohner sowie die Lage am Arbeitsmarkt wichtige Indikatoren für die zukünftige Immobiliennachfrage.
Insgesamt ist Remscheid wirtschaftlich auf einem soliden Weg. Die Stadt befindet sich im Wandel von der traditionellen Industrie hin zu moderneren Dienstleistungs- und Technologiebranchen. Die Kaufkraft der Bürger steigt langsam an, und die Arbeitslosenquote zeigt langfristig eine sinkende Tendenz. Für Immobilien-Eigentümer bedeutet dies, dass Wohnimmobilien in Remscheid nachhaltig nachgefragt bleiben – sowohl von lokalen Familien als auch von Zuzüglern, die vom etwas günstigeren Wohnniveau profitieren wollen.
Remscheid besitzt vielfältiges Entwicklungspotenzial, das sich positiv auf den Immobilienmarkt auswirken könnte. Einer der wichtigsten Aspekte ist die geografische Lage: Remscheid liegt im Bergischen Städtedreieck (mit Solingen und Wuppertal) und in Pendeldistanz zu Köln und Düsseldorf. Durch die Autobahn A1-Anbindung (Ausfahrt Remscheid) und neue Infrastrukturprojekte ist die Stadt verkehrstechnisch gut eingebunden. Verbesserte Mobilität – etwa durch den Ausbau der L412 oder schnellere ÖPNV-Verbindungen – könnte Remscheid für Pendler noch attraktiver machen.
Besonders hervorzuheben sind einige Großprojekte und Stadtentwicklungs-Vorhaben in Remscheid: Ein Beispiel ist das geplante Designer Outlet Center in Remscheid-Lennep. Nach jahrelanger Planung hat der Stadtrat den Weg für dieses Projekt freigemacht, das auf dem Gelände in Lennep entstehen soll. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte 2026 der erste Spatenstich für das Outlet erfolgen. Dieses auf rund 20.000 m² Verkaufsfläche ausgelegte Einkaufszentrum verspricht, ein neuer Anziehungspunkt zu werden. Die Ansiedlung von Marken-Outlets würde nicht nur zusätzlichen Einzelhandelsumsatz und Touristen nach Remscheid bringen, sondern auch die Standortattraktivität für Bewohner erhöhen. Für umliegende Immobilien – sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien – dürfte ein solches Prestigeprojekt Wertsteigerungen und eine erhöhte Nachfrage bedeuten.
Darüber hinaus investiert Remscheid in die Innenstadt-Revitalisierung. Die zentrale Alleestraße und das Allee-Center erfahren derzeit eine Modernisierung mit neuen Stores und Gastronomie-Angeboten – dies kurbelt die Urbanität und Lebensqualität in der City an. Gleichzeitig werden ehemalige Industriebrachen umgenutzt: Zum Beispiel entstehen im Quartier Honsberg nach dessen Aufwertung neue Wohnprojekte, die bereits jetzt überdurchschnittliche Preise erzielen (in zentrumsnaher Lage >3.200 €/m² für sanierte Häuser). Solche Wohnquartiersentwicklungen bieten noch Raum für Investitionen.
Nicht zuletzt partizipiert Remscheid an regionalen Förderprogrammen wie der Regionale 2025, die im Bergischen Land innovative Stadtentwicklungs-Ideen umsetzt. Zusammen mit Solingen und Wuppertal werden hier Projekte für nachhaltiges Wohnen, Mobilität und Digitalisierung vorangetrieben. Dies stärkt die Gesamtregion und somit auch Remscheid als Wohnstandort.
Die Stadt vereint aktuell bezahlbare Immobilienpreise mit soliden wirtschaftlichen Fundamenten. Die Renditechancen für Eigentümer sind attraktiv, und künftige Projekte – vom Designer-Outlet bis zu neuen Wohnvierteln – versprechen zusätzliches Wertsteigerungspotenzial. Remscheid ist zwar kein Hotspot wie Düsseldorf, doch gerade darin liegt seine Stärke: Immobilieninvestments erfolgen auf einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau, allerdings mit Aussicht auf nachhaltigen Wertzuwachs in einer sich positiv entwickelnden Stadt.